Naturheilkunde

Phytotherapie (Kräuterheilkunde)

Die Heilpflanzen-Therapie gehört wohl zu den ältesten und bekanntesten Therapieformen überhaupt, denn sie wird in fast jedem Haushalt, mehr oder weniger bewusst, angewendet.
Der Einsatz von Heilkräutern wird in der heutigen Zeit immer beliebter. Heilpflanzen wirken zuerst den Symptomen der Krankheit entgegen, wobei diese aber nicht so stark unterdrückt werden wie bei den chemischen Mitteln. Es geht bei der Naturmedizin ja nicht nur um möglichst rasche Beschwerdefreiheit, vielmehr soll der Körper angeregt werden, die Ursachen einer Erkrankung endgültig zu überwinden.
Falsch ist die Annahme, Heilpflanzen seien immer unbedenklich; es gibt bekanntlich auch sehr giftige Arzneipflanzen, die unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen können.
Phytotherapie kann gut mit anderen natürlichen Heilverfahren kombiniert werden, u.a. natürlich mit der Homöopathie, mit der sie in gewisser Weise ja auch verwandt ist.
Die klassische Zubereitungsform pflanzlicher Heilmittel ist der Tee, sei es nun als Abkochung, Aufguss oder Kaltauszug. Daneben finden sie aber auch Verwendung in pflanzlichen Pillen, Tinkturen, Saftkuren, Wickeln, Salben, Sirupen, Ölen usw. ( Spagyrik)  


Ausleitende Verfahren (Schröpfen / Blutegel / Baunscheidt-Therapie)

Die Therapie mit Blutegeln funktioniert nach dem Prinzip des Ab- und Ausleitens. Vergleichbar ist diese Therapie mit dem Aderlass, da es bei der Behandlung zu Blutverlusten von 30-250 ml kommt. Zusätzlich tragen zur Heilung auch die entzündungs- und blutgerinnungshemmenden Stoffe bei, die die Egel beim Biss abgeben; dadurch wird das Blut dünnflüssiger, die Durchblutung wird verbessert und Blutstauungen beseitigt. Blutegel werden auch bei Gelenksbeschwerden eingesetzt.

Schröpfen ist eine alte Therapieform. Durch gezieltes erzeugen eines Vakuums über zugeordneten Reflexzonen mit Schröpfgläsern werden Schadstoffe ausgeleitet und die Organe angeregt.
Durch das Verschieben der Schröpfgläser entsteht zudem eine Massagewirkung und der Lymphfluss wird angeregt.

Die Baunscheidt-Therapie regt mit dem sogenannten "Lebenswecker" die Durchblutung an, regelt den Stoffwechsel und dämpft den Schmerz. Diese Therapieform wird bei Gelenkproblemen und Muskelverspannungen angewandt. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind vorhanden. 


Schüssler-Salze

Der Arzt Wilhelm Heinrich Schüssler (1821-1898) ging davon aus, dass fast alle Krankheiten durch Störungen im Mineralstoffhaushalt der Zellen entstehen, und dass der Körper durch Zufuhr dieser anorganischen Stoffe in homöopathischer Potenz, geheilt werden kann; d. h. die zugeführten Substanzen beseitigen die Störungen im Zellstoffwechsel und regen den Körper an, die benötigte Substanz wieder aus der Nahrung zu nehmen.